Fortbildung muss sein!

Veröffentlicht: Februar 22, 2012 in Uncategorized

Wie jedes Jahr kommt immer an der ungelegensten Stelle des leidliche Thema: Fortbildung auf. Wie bekannt ist, müssen Mitarbeiter im Rettungsdienst (ich weiß nicht, wie das bei den anderen Hilfsorganisationend geregelt ist ..) jährlich 30 Stunden Fortbildung an einer anerkannten Schule vorweisen können. Die Inhalte dieser Fortbildung werden maßgeblich durch den ÄLRD bestimmt bzw. orientiert sich an den Grundsatz Vitalfunktionen sichern und grober Rundschlag durch die breite Palette der Notfallbilder. Natürlich werden die neusten Standards der Reanimation laut ERC erläutert (oder eher die Änderungen beleuchtet) und Veränderungen im Notfallsystem selbst besprochen. Meist werden von unserer Schule aus noch praktische Einheiten eingefügt, die aber längst nicht überall im Lehrplan stehen (wir haben halt eine gute Schule 😉 ).

Immer wieder interessant die vergessenen Theoriepuzzle zusammenzusetzen, da man sie aufgrund mangelnden Gebrauchs schnell vergisst und erschreckenderweise viel in eine Art Routine und damit die gefürchtete „Berufsbljndheit“ rutscht. Stichwort: Differentialdiagnose rutscht eben immer mehr in den Vordergrund. Der moderne Patient will nicht nur in ein Schema gepresst und nach Algorithmen behandelt werden, sondern individuell gescreent und a lá Dr.House-Medizin therapiert werden.

Auch ist jedem noch so erfahrenem Retter die praktische Lehrstunde zu empfehlen. Gerade in Sachen Airwaymanagement und Beatmungsmöglichkeiten und -techniken ist im Zeitalter des stetigen Wandels eine Neuheit anzutreffen. Und wenn es nur Frequenzänderungen oder Tipps im Berufsalltag sind.

Das abschließende gemütliche Beisammensitzen rundet so einen Nachmittag gelungen ab, sodass man sich nochmal mit länger nicht gesehennen Kollegen austauschen oder besonders belastende Einsätze zum persönlichen Seelenwohl erzählen kann. Man ist nie allein mit den Problemen. Mindestens einer hat in solch einer Runde etwas Ähnliches erlebt und kann aus eigenem Erfahrungsschatz plaudern.

 

Also: Auch wenn sich Fortbildung noch so langweilig (und zum Teil ist sie es auch…) und zäh anhört, ist sie dennoch sinnvoll und verleiht spürbar mehr Sicherheit im alltäglichen Wahnsinn auf Deutschlands Straßen 🙂

 

Hin da! Bei nächster Gelegenheit.

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