Mit ‘Ausbildung’ getaggte Beiträge

Wie zig tausend andere junge Leute wurde auch ich kurz nach der 12. von einem sehr netten Schreiben des Kreiswehrersatzamtes belästigt und musste mich so langsam mal mit der Entscheidung Bund oder Zivi beschäftigen.

Schnell war jedoch klar: Zivi!

Da ja bekanntlich der Zivildienst nur noch neun Monate dauert, werden keine Ausbildungen oder vorhersehbaren Verzögerungen mehr akzepiert, da sonst der „Nutzen“ am Zivi nur gering wäre, und womöglich auch noch Kosten produzieren könnte. -.-

Also wird einem als Anwärter im Zivildienst eine andere Möglichkeit unterbreitet, ein freiwilliges soziales Jahr, kurz: FSJ. In diesem Modell verpflichtet man sich dann 12 Monate (Wer hätt’s gedacht 😉 ) einer gemeinnützigen Organisation auszuhelfen. Aber auch die alternative Version des Zivildienstes wird vollwertig anerkannt, bzw. ist ziemlich förderlich bei späteren Ausbildungsplatz- oder Studienplatzbewerbungen. Aufgrund der 3 Monate, die man dadurch dann mehr zur Verfügung hat, lassen sich dann auch branchenspezifische Ausbildungen einfügen. So zum Beispiel eine rettungsdienstliche Ausbildung, wenn man vorhat in die Sparte „Rettungsdienst“ mal reinzuschnuppern, um dann später in der Branche auch eingesetzt werden zu können. Nach der erfolgreich absolvierten Ausbildung wird man dann sofort eingsetzt und übt dann quasi höherwertige Zivi- Aufgaben aus, bei welchem man durchaus Verantwortung und Pflichtbewusstsein beweisen muss.

Mit der Zeit wächst man auch langsam in das alltägliche Geschehen rein. Kollegialitäten und Freundschaften beginnen zu entstehen. Man lernt die familiäre Atmosphäre einer Wache kennen. Aus Fehlern wird dann kein Hehl mehr gemacht, aber es folgt auch kein Donnerwetter. So erlebt man unmittelbar das Gefühl eines typischen Arbeitnehmers. Langeweile lässt sich aufgrund routinierter Vorgänge nicht vermeiden, Mini- Revolutionen gegen Vorgesetzte flammen bei jeder noch so kleinen Änderung auf. Und im FSJ bist du, nach eisernem Integrationswillen wohlgemerkt, ein Teil des Ganzen. Das sollte jetzt keine unterschwellige Werbung für ein FSJ im Rettungsdienst sein. Ich wollte nur kurzum einer der mir am positivsten im Gedächtnis verbliebenen  Ereignisse wiedergeben, was mir am meisten gefallen hat an meiner Wache und weswegen mein FSJ auch sehr eindrucksvoll war.

Wer also noch überlegt, ob Rettungsdienst ein Beruf ist, in dem man sich nicht nur gut vorstellen kann, dort zu arbeiten, sondern auch mal hautnah erleben will, ob er/ sie überhaupt dafür geeignet ist, der könnte sich über ein freiwilliges Jahr im Rettungsdienst oder Krankentransport Gedanken machen. Schlußendlich kann man nur als Gewinner gehen: Entweder sagt einem der Job auch im Alltag zu und man baut auf der vorhandenen Ausbildung auf (und hat schon bisschen Erfahrung) oder man muss passen, kann aber gelegentlich mal fahren oder vergütet bei anderen Organisationen nur im Krankentransport (qualifiziert/unqualifiziert selbst überlassen). Es stehen einem dann zwangsläufig mehr Wege offen, als vorher. 😉

In diesem Sinn,

Rtw ftw?! (oder nicht?)

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