Mit ‘Neuerung!’ getaggte Beiträge

Bei einem Herzinfarkt ist wohl (neuerdings?!) zu beachten, ob Sauerstoff wirklich noch indiziert ist. Dabei muss  man die jeweilige Art des Herzinfarktes näher in Betracht ziehen. Unter Umständen ist es geradezu kontraindiziert, Sauerstoff in hoher Konzentration zu verabreichen, da es freie Radikale freisetzt und den Körper in dem Augenblick noch mehr schädigt als hilft.

Klare Unterscheidungen, bei welcher Art von Herzinfarkt man nun überhaupt, und wenn ja, wieviel, einsetzen sollte, hab‘ ich allerdings nicht gefunden. Fakt ist, dass einschlägige Werke sich einig sind, dass die Gabe von Sauerstoff bei einem Herzinfarkt immernoch höchst angemessen ist. 8-15 l/min. hab‘ ich mal gelernt bzw. neudeutsch: High-Flow.

Und bis solche Tabelle noch nicht erschienen sind, fährt man wohl besser, wenn man sich weiterhin an das gut alte Lehrbuch hält.

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Eine äußerst freudige Nachricht *zwinkaaa* erreichte in den letzten Tagen mich und meine fleißgen Kollegen:

An unseren hiesigen Wachen legen die Schichtführer ihre Kompetenz auf die Mitarbeiter der jeweiligen Gruppen ab, sodass nun die Erstellung von Dienstplänen den Gruppenmitgliedern allein obliegt. Urlaubs-, Überstunden- oder Sonderurlaubsfrei wird auch im Einvernehmen mit allen Mitgliedern abgesprochen; jedoch endgültig mit dem Geschäftsführer abgesprochen werden. So sollen nach Meinung der Schichtführer Konflikte in Zukunft vermieden und sie selbst mehr entlastet werden.

Obwohl die Grundidee recht fortschrittlich und löblich ist, entstehen nun aber wieder mehrere Probleme, die so, denk‘ ich, nicht wirklich bedacht wurden:

1. Viele unterschiedliche Charaktere und Positionen treffen auf einmal auf einander, wo jedoch jeder die selbe Stimmgewichtung hat.

2. Mangelndes tiefergehendes Verständnis bei bestimmten Planungen. (So z.B.: Nicht gleichzeitig eine größere Anzahl an hochqualifizierten Mitarbeitern in den Urlaub zu entlassen; Mitarbeitern mit jüngeren Kindern möglichst zu Ferienzeiten Urlaub genehmigen usw. usf. )

3. Wenige unzureichende Kenntnisse arbeitsrechtlicher Bestimmungen, die beachtet und eingehalten werden müssen. (So z.B.: gewissen Anzahl an Freizeitstunden nach 24er, 48er Bereitschftsdient )

4. Aufgrund mehrerer Mitarbeiter, die an dem zu entwerfenden Dienstplan werkeln, gestaltet es sich schwierig eine Deadline zur Herausgabe festzulegen bzw. auch durchsetzen zu können, da es manchmal doch an eine durchsetzende Kraft fehlt.

5. Gruppenplanungen sind mir persönlich unsympathisch ( 😛 )

Mal schauen, wie lang sich die Idee hält oder, ob sie sich überhaupt durchsetzen kann. Ich jedenfalls, bin froh meinen Dienst und die Tagesaufgaben geschafft zu bekommen und habe nicht wirklich den Nerv dazu, noch nach Dienstende mit öfters unkooperativen um jeden einzelnen Dienst zu streiten, Urlaub zu diskutieren und diese beschissenen Krankheitsausfälle immer zum Erbrechen zu thematisieren. Schnell werden dort nämlich harmlose Dienstgespräche zu persönliche Streitgespräche, wo manche Mitarbeiter ihre Querelen und Antipathien gegenüber anderer Mitarbeiter, oder sei es nur der Chef, nur zu gut an jeder Stelle einwerfen.

Doch das Verhalten beschleunigt ( mir zugunsten ) wieder die unverzügliche Abschaffung dieser Schnapsidee. Naja, wir schauen mal, wie das Voranschreiten weiter zu unterstützen ist.

In aller Hoffnung auf  „back to the roots“  😉